• Marion und Hans Joachim

Hirsche, Adler, Kraniche und andere

Oktober 2020 in Mecklenburg Vorpommern




Samstag 3.Oktober 2020

Heute war Abreisetag. Der Verkehr war prima, trotzdem bräuchten wir mit kleinen Pausen ca 8 Stunden von Kürten nach Prerow. Das Wald Schlösschen hat uns eine nette kleine Suite im 2 Stock zugewiesen. Das Essen am Abend war prima. Wir haben uns hier sehr wohl gefühlt.


Sonntag 4.Oktober 2020Am nächsten Tag geht es bei strahlendem Sonnenschein mit den Fahrrädern auf den Darß. Zunächst zum Prerower Hafen, später machen wir uns auf den Rundweg um den Darßer Ort und sehen immer wieder Hirsche. Das Wetter und das Licht sind super, wir machen Hirschfotos ohne Ende. Am Ende müssen wir uns sputen, da wir für 18:00 Uhr Essen bestellt haben. Anschließend wollen wir nochmal zum Darßer Hafen um den Mondaufgang zu fotografieren.

Der Mond war am Ende nicht ganz so spektakulär wie ich dachte aber trotzdem sehr schön. Dann durch den finsteren Wald zurück zum Hotel.

Was für ein toller Tag.



Montag 5.Oktober 2020

Wir hatten uns vorab einige Punkte auf dem Darß ausgesucht, die wir aufsuchen wollten. Heute ist Kranich Tag. Wir sind nach Groß Mohrdorf und von dort zum Günzer See gefahren. Es waren nicht so viele Kraniche dort wie im letzten Jahr aber doch genug für schöne Fotos. Anschließend sind wir weiter zum Bislicher Vogelbeobachtungspunkt und nach Barhöft zum Aussichtsturm. Ein wunderbar idyllischer kleiner Hafen, wo wir sehr schön draußen Kaffee getrunken und selbst gemachten Kuchen genossen haben. Anschließend sind wir nochmal zurück zum Günzer See. Inzwischen waren hier eine Menge Kraniche versammelt und es gäbe noch viele weitere Fotos. Wir haben gewartet bis die Kraniche angeflogen waren. Dann sind wir zurück zum Hotel. Was für ein toller Tag.



Dienstag 6.Oktober 2020

Heute ging es zum Darßer Ort. Leider war das Wetter uns heute nicht so gnädig und es fing bald an zu regnen. Wir hatten trotzdem Gelegenheit eine Wildschwein Rotte zu beobachten und zum Teil auch zu fotografieren. Im strömenden Regen sind wir zurück zum Hotel geradelt und waren froh als wir dort ankamen. Insgesamt war heute ein eher ruhiger Tag, aber mit schönen Wildschweinfotos :)



Mittwoch, 7.10.2020

Heute haben wir ein Ticket für den Kranich Einflug auf die Kirr. Wir sind zunächst nach Zingst und dort am Bodden entlang geradelt. Marion hat super Kiebitze fotografiert, wir haben verschiedenen Adler, Schwäne und Bussarde gesehen und natürlich die Landschaft genossen. Gegen 16 Uhr trafen wir uns mit der Gruppe und haben uns am Bodden Deich aufgestellt. Pünktlich zum Beginn des Kranich Einflug fing es am zu regnen (nachdem es den ganzen Tag schön war). Trotzdem war die Foto-Session super, vor allem weil sich ein sagenhafter Regenbogen bildete, der die Vogelbeobachtungs-hütte auf der Kirr regelrecht anstrahlte. Dabei flog ein riesiger Schwarm weißer Vögel auf, die wir aber in der Entfernung nicht richtig einordnen konnten. Unser Guide meinte es seinen Goldregenpfeifer. Ein tolles Bild.




Donnerstag 8.10.2020

Heute war den ganzen Tag Regen angesagt und leider traf das auch zu. Wir hatten uns für eine Kranich Exkursion nach Pramort angemeldet. Es gibt z.Z. nur 20 Tickets für die Kranich Beobachtung auf Pramort und wir hatten das Glück, das wir dabei waren aber das Wetter war gruselig. Von Zingst aus ging es mit dem Taxi zum Schlösschen Sundische Wiesen. Dort wurde Verpflegung aufgenommen und dann ging es mit der Kutsche weiter nach Pramort. Die Kutschfahrt dauerte eine gute Stunde. Eigentlich war ein Spaziergang zu der hohen Düne eingeplant, auf den wir aber wegen des schlechten Wetters verzichteten. Auf Pramort angekommen haben wir uns in die überdachte Beobachtungshütte verzogen. Dort fegte ein Wind.... unbeschreiblich. Wir waren sehr froh, dass wir warme Sachen anhatten. Kaum in der Hütte war auch das erste Hirschrudel im Wasser zu sehen. Es folgten noch einige andre Rudel und irgendwann kamen auch die Kraniche zu ihren Rastplätzen geflogen. Leider war das Wetter sehr mies und es entstanden nur 'Brehe' like Fotos (Frank Brehe ist ein bekannter Naturfotograf in Mecklenburg Vorpommern). Gegen 7 Uhr fuhr die Kutsche zurück und wir waren gerade noch rechtzeitig im Hotel, um noch Abendessen zu bekommen. Was für ein Tag.




Freitag, 9.10.2020

Heute sind wir bei strahlenden Sonnenschein zum Darßer Leuchtturm gefahren. Wir wollten den Rundweg gehen, um schöne Bilder zu machen und möglichst noch den Sonnenuntergang fotografieren. Wir haben eine Menge toller Fotos von Hirschen und Graureihern gemacht. Wir haben auch 5-6 Seeadler gesehen und fotografiert, leider aber so weit draußen das die Bilder nur dokumentarisch sind. Abends sind wir dann zum Strand um den Sonnenuntergang abzuwarten. Obwohl es zunächst sehr vielversprechend aussah, zog sich der Himmel immer weiter zu, so dass am Ende die Sonne hinter einer dicken Wolkenschicht unterging und keine Lichtspiele an den Himmel zauberte. Schade, aber man kann bekanntlich nicht alles haben :)




Samstag, 10.10.2020

Heute wollen wir zur Vogelbeobachtungstation bei Bresewitz gehen. Von dort hat man eine gute Aussicht auf die Kirr und die Oie. Das Wetter war sehr gemischt und von Sonne bis Regen war alles dabei. Das hat einige schöne Landschaftsfotos aber auch von einfliegenden Kranichen und Turmfalken ergeben. Eine schöne Wanderung in sehr flacher Landschaft. Anschließend waren wir noch kurz am Zingster Hafen um den Einflug der Kraniche anzuschauen.



Sonntag, 11.10.2020

Heute heißt es Abschied nehmen von Prerow und weiter nach Federow. Das sind ca. 130 Km über Land und wird eine nette, abwechslungsreiche Fahrt. Zunächst sind wir allerdings noch zum Weststrand gefahren und haben einige schöne Landschaftsbilder aufgenommen.

Leider war das Motiv, das ich gerne gehabt hätte, nicht zu finden - vielleicht beim nächsten Mal :)

In Federow angekommen haben wir unsere Suite bezogen und uns sofort wohlgefühlt. Anschließend haben wir Kaffee und Waffeln genossen. Es war sehr gemütlich. Trotzdem sind wir noch zum Rederangsee gefahren, um zu sehen ob denn in diesem Jahr Kraniche dort nachts rasten. Leider wurden wir an der Beobachtungshütte darauf aufmerksam gemacht, dass die Hütte vom 1.9. ab 16:00 nur für die geführten Gruppen zur Verfügung steht. Wir waren etwas überrascht, aber hatten ja Karten für den nächsten Tag und damit haben wir uns getröstet.


Montag 12.10.2020

Heute sind wir zum nördlichen Beobachtungsstand am Warnkersee gefahren. Zunächst hat ein Haubentaucher Pärchen für uns posiert, dann kamen noch Fischotter, Reiherenten, Grau und Silber Reiher und Kormorane hinzu. Der Top Moment war als ein Eisvogel direkt vor dem Beobachtungsstand sekundenlang in der Luft rüttelte um einen Fisch zu erbeuten. Leider stellte meine Kamera ihn der Situation nicht scharf - ich vermute der Vogel war schlicht zu nah für 600 mm Brennweite. Glücklicherweise konnte Marion mit ihrem 400mm Sigma 3 scharfe Fotos ablichten. Puh… Glück gehabt. Nachmittags sind wir dann zur Rederanger Kranich Exkursion gegangen. Wir wollten gerne unsere Fahrräder mitnehmen, damit wir schneller wieder zurück zum Hotel kommen konnten. Das wurde uns auch gestattet, allerdings mit der Maßgabe dass wir auf dem Hinweg die Räder schieben mussten. War für uns kein Problem, dabei erfuhren wir auch was "eingeschränkte Foto Möglichkeiten" bedeutete: kein Stativ, kein Blitz, nur lautlose Kameras, kein 'Maschinengewehr Geratter’, damit konnten wir gut leben.

Bevor es losging, bat eine Rangerin die Hälfte der Gruppe ihr zu folgen. Natürlich folgten ihr ca. 20 der insgesamt 30 Teilnehmer. Wir mit unseren Fahrrädern schlossen uns der zweiten Gruppe an, natürlich fragten wir uns wie gut unsere Chancen auf eine guten Patz in der Hütte sein würden. Aber egal, wir würden ja sehen. Die Gruppen starteten um ca. 16:00 mit 15 Minuten Abstand. Unterwegs machten wir 3-mal Pause, die unsere Rangerin Frau Zahn für Informationen über die Kraniche und das Naturschutzgebiet nutzte. Wir wollten gegen 17:30 bei der Hütte sein und hatten also jede Menge Zeit. An der Hütte angekommen waren wir sehr überrascht: die 20 Teilnehmer der ersten Gruppe quetschten sich in der einen Hälfte der Hütte zusammen und wir ca. 12 Leute der zweiten Gruppe hatten die andere Hälfte für uns. Das was sehr angenehm und natürlich war auch Platz genug zum Fotografieren. Die Kraniche kamen als es zu dämmern begann und obwohl es recht schnell dunkel wurde sind uns einige schöne Bilder von den Kranichen aber auch von Silberreihern gelungen. Als es stockfinster war sind wir aufgebrochen und waren dank unserer Fahrräder beleuchtet und schnell zurück im Hotel zum wohlverdienten Abendessen. Ein wirklich toller Tag ging zu Ende.

Die nächsten Tage war das Wetter etwas Herbst mäßiger und wir hatten nicht so viele Gelegenheiten für schöne Fotos aber etwas gibt es ja immer zu sehen :)



Mittwoch 14.10.2020 und Donnerstag 15..10.2020 haben wir es ruhig angehen lassen. Dabei aber trotzdem Fischotter und einen Eisvogel beobachten und fotografieren. Der Eisvogel rüttelte für einige Sekunden direkt vor uns in der Luft. Für mein Objektiv war er zu nahe, meine Kamera mit dem 600mm Objektiv konnte nicht mehr scharf stellen, der Vogel war zu nah!! Glücklicher Weise hat es bei Marion mit dem 400mm Objektiv geklappt und sie hat drei scharfe Fotos machen können.




Freitag 16.10.2020

Heute sind wir zum Anklamer Stadtbruch gefahren. Die Situation war völlig anders als im Sommer. Zunächst konnten wir kaum etwas sehen, weil das Schilf so hoch war. Erst als wir auf dem Bahndamm angelangt waren änderte sich das Bild. Wir sahen und fotografierten Reiher, Gänse, Kormorane, mindestens 5 Seeadler, allerdings in einiger Entfernung. Außerdem beobachteten wir Hornissen die an einem bestimmten Baum den Saft naschten. Es waren mindestens 20 Tiere die sich hier gütlich taten. Als kleines Special gelang Marion die Aufnahme eines Wintergoldhähnchens - sehr selten weil ziemlich schwierig zu fotografieren. In der Ferne entdeckte ich eine Konstruktion die wie ein Kran oder so aussah aber schon ziemlich verrostet war und offensichtlich von Kormoranen bevölkert wurde. Erst später las ich, dass dies die Reste der Hubbrücke von Karnin waren, einer Eisenbahnbrücke der Verbindung Berlin - Usedom. Das erklärt auch den Bahndamm auf dem wir unterwegs waren. Die Brücke wurde 1944 von der Wehrmacht zerstört, um der Roten Armee den Weg etwas schwieriger zu machen. Seitdem rosten die Reste vor sich hin.

Hätte ich das gewusst… nächstes Mal muss ich mir Brücke etwas genauer anschauen und natürlich fotografieren.



Samstag 17.10.2020

Unser letzter Tag. Wir sind noch mal ganz gemütlich zum Warnker See gefahren, in der Hoffnung, die Fischotter nochmal zu sehen.

Leider ließen sich die heute nicht blicken. Dafür konnten wir einen Eisvogel und den 'Kampf' eines Kormorans mit seinem Beutefisch beobachten und fotografieren. Am Ende landete der Fisch im Bauch des Kormorans, aber der Fisch hat sich heftig gesträubt.



Es war ein schöner letzter Tag und wir freuten uns auch wieder auf zu Hause.

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